7 Entwicklungsstufen der Evolutionspädagogik M-8 Evolutionspädagogik und Lernberatung | Klosterneuburg, Wien mit Karin Schmerold
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Verhalten begreifen und Entwicklung gezielt fördern:

7 Entwicklungsstufen

7stufen

Betrachten wir unsere eigene Entwicklung  durch die Brille der 7 Entwicklungsstufen, wird ein spannender Blick freigegeben. Viele Alltagsprobleme –  wie  Lernschwierigkeiten und Verhaltensblockaden – finden sich darin. Um auf unser gesamtes Potenzial zuzugreifen, und die eigene Handlungskompetenz zu entwickeln, brauchen wir alle 7 Stufen gut integriert.

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Stufe 1

noun Fish 37044 1der Fisch

Diese Stufe steht für die Ursicherheit, das Urvertrauen. Das ist der Grundstein für die Entwicklung von Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen, der Fähigkeit zu lieben und diese Liebe auch weitergeben zu können. Negative Erfahrungen zeigen sich in der Weigerung erwachsen zu werden und in Zukunftsängsten. Ziellosigkeit oder verträumt an der Schulstunde teilzunehmen sind Verhaltensweisen für diese Stufe.

 

Die Basis für unser Selbstbewusstsein

 

Bei der Geburt ist das frühkindliche Gehirnstadium des Fisches dominant. Das erklärt die Eindimensionalität und die typischen Rollbewegungen eines Säuglings. Diese Bewegungen aktivieren das Wachstum jenes Gehirnzentrums, aus dem dann der amphibische und reptilienhafte Teil der Entwicklung hervorgeht. Wir lernen durch Bewegung. Dadurch entstehen die notwendigen Vernetzungen im Gehirn.

Stufe 2

die Amphibie  noun Frog 37044

Diese Stufe steht für die Erlebnissicherheit, die Erlebnisfreude. Deshalb steht Neugier hier im Mittelpunkt. Neues zu entdecken und kennen zu lernen ist der Motor für unsere Entwicklung. Darum nimmt diese Stufe Einfluss auf die Begeisterungsfähigkeit und Motivation. Es ist der nächste Schritt zur Zweidimensionalität.

 

Wir lernen, weil wir neugierig sind

 

Eine Blockade in dieser Stufe zeigt sich oft durch Schüchternheit, „sich nichts zutrauen“. Schüchtern sein ist aber nichts Schlimmes, es heißt sich schützen zu können. Jedoch braucht es eine gute Balance zwischen beiden Polen. Zum Einen, um auf Entdeckungsreise zu gehen und zum Anderen, um sich auch wieder zurückziehen zu können.

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Stufe 3

noun reptile2 37044das Reptil

Das ‚Reptiliengehirn‘, unser Kleinhirn, ist instinktgesteuert. Es agiert und reagiert seinen Bedürfnissen entsprechend und gehört für das Reptil zum Überleben. Aber wer auf dieser Stufe gefangen ist, hat keine Möglichkeit, Gefühle zu erkennen. Denn beim Menschen zeigt sich das ‚Reptiliengehirn‘ oft durch aggressives und hyperaktives Verhalten oder es verfällt in eine Verlangsamung, wodurch die Fähigkeit zu reagieren gehemmt ist.

 

In der Ruhe liegt die Kraft

 

Auf dieser Stufe wird die Körpersicherheit ausgebildet. Hier geht es um blitzartiges Loslegen und um Innehalten, um seine Kraft zu bündeln. Das ist die Brücke, die hier zwischen diesen beiden Polaritäten geschlagen wird. Es geht um die bewusste Steuerung der Körperkraft – unserer Triebfeder zum Leben.

Blockaden auf dieser Stufe zeigen sich bei Konzentrationsproblemen, Bockigkeit, Bettnässen, zubeißen, überdreht sein oder nicht loslegen können. Das ist vor allem für Eltern wichtig zu verstehen. Einem Kind, das diese Blockaden aufzeigt verbal zu begegnen, zeigt wenig Aussicht auf Erfolg.

Stufe 4

noun panther2 37044das Säugetier

Diese Stufe steht für die Entwicklung der Gefühlssicherheit, der Selbstbeherrschung. Emotionen werden bewusst wahrgenommen. Die Entwicklung in die Dreidimensionalität, sprich vor/zurück, rechts/links, oben/unten beginnt.

 

Das macht mir Angst

 

Wer kennt das nicht? Bauchweh vor der Schule oder vor bestimmten Prüfungen oder Situationen… die Handlungen werden emotional bewertet. Positive und negative Erfahrungen bestimmen unser Verhalten.  Sie steuern Nähe und Distanz zu den Mitmenschen und sind verantwortlich für die Art und Weise des Reagierens.

 

In dieser Stufe geht es um die richtige Einschätzung von Situationen, die durch Gefühle bewusst gesteuert werden. Dabei kann man sich als Handelnder oder als Betroffener erleben. Eine Blockade zeigt sich darin, wenn nur eine dieser Sichtweisen zur Verfügung steht. Lernblockaden, das Verwechseln von rechts und links, Nervosität, Black-outs und Ängste können dieser Stufe zugeordnet werden.

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Stufe 5

noun affe 37044der Affe

In dieser Stufe wird die Bewegung im dreidimensionalen Raum entwickelt und ausgereift. Ein Affe klettert und springt von oben nach unten, nach vorne und hinten, von links nach rechts. Diese körperliche Beweglichkeit ist maßgeblich für das Denken im dreidimensionalen Raum verantwortlich. Die Qualitäten dieser Stufe sind Gleichgewichtssinn und Koordinationsvermögen, die wiederum die Voraussetzung für optimales Lernen sind.

 

Psychische Stabilität entsteht

 

Eine integrierte ‚Affenstufe‘ ist die Bedingung für die Sprachentwicklung und hat für den Menschen zudem positive Auswirkungen auf das Erinnerungsvermögen sowie die Neuaufnahme von Informationen. Unsere Individualität und unsere Gruppenbewusstsein reifen auf dieser Stufe. Der Fokus liegt auf dem Zweck der Handlung. Die Fähigkeiten, gezielt vorgehen zu können sowie den Überblick über bestimmte Situationen zu haben, entwickeln sich.

 

Ist die Verhaltensbandbreite dieser Stufe verfügbar, kann frei zwischen Eigenständigkeit und Anpassung in der Gruppe gewählt werden. Die eigene Teamkompetenz wird erworben. Mobbing, Klassenkasperl, wenn man etwas nicht gut kann, nicht mitmachen das sind Verhaltensweisen, die auf diese Ebene hinweisen.

 

Pubertät und der Affe

 

Gerade in der Pubertät ist im Gehirn der ‘Affe’ los: das Gehirn hat einen enormen Wachstumsschub. Es geht um das Neubilden und das Aussortieren von bestehenden Vernetzungen. Gefühlsausbrüche und Sprunghaftigkeit stehen an der Tagesordnung.

Stufe 6

der Urmenschnoun prehist 37044

Auf dieser Stufe wird die Kommunikationsfähigkeit ausgebildet. Die Entwicklung des sprachlichen Ausdrucks und der Feinmotorik haben dabei einen bedeutenden Stellenwert. Die Sprache wird Mittel zum Zweck und fördert den Selbstwert. Über die Sprache bilden sich Kontakte, Beziehungen werden aufgebaut. Über die Entwicklung der Feinmotorik entstehen Fähigkeiten, die gezielt zum Einsatz gebracht werden können.

 

Ich bin, wer ich bin.
Aber wer bin ich eigentlich?

 

Ist diese 6. Gehirnentwicklungsstufe nicht ausgereift oder gut integriert, macht sich dies vor allem durch Defizite im sprachlichen Bereich bemerkbar, wie z.B. mangelnde Ausdrucksfähigkeit, Schwierigkeiten, Beziehungen aufzubauen oder die Schwierigkeit Konflikte verbal zu lösen.

Unsensibles Verhalten oder Einsatz von körperlicher Kraft sind oft Versuche, Konflikte zu lösen, an denen der Mensch verbal scheitert. Kraft darf nicht vermieden werden, sie muss in Sprache umgesetzt werden.

 

Persönlichkeitsbildung hat sehr viel mit dem Finden des eigenen Rhythmus zu tun. Wenn die Sprache als Ausdruck nicht zur Verfügung steht wird der Körper als Ausdruck verwendet.

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Stufe 7

noun modern 37044der moderne Mensch

Die Stufe des Menschen verkörpert die optimale Nutzung von Verstand und Gefühl unter Einbindung der gesamten Persönlichkeit: Zeugnis eines ausgereiften Ich-Bewusstseins. Dies wäre der Idealzustand.

 

Meine Persönlichkeit findet sich

 

Die Persönlichkeitsbildung ist demnach das wichtigste Ereignis dieser Stufe: Erst über sie wird es möglich, eine Balance zwischen Verstand und Mitgefühl herzustellen.

 

Unser ‚ICH‘ hat aber keinen angeborenen Kern, sondern ist ein zerbrechliches Konstrukt, das ständig im Gleichgewicht gehalten werden muss. Wichtig ist die Integration aller Evolutionsstufen, denn ein instabiler Kern trägt nur eine leichte Konstruktion im oberen Stockwerk.